Sardinien – Maden-Käse für Genießer

Mittelmeer-Entdeckungen – Reisebericht 3

Weiter geht es durch die Berge Sardiniens. An der Straße ein Schild, das auf eine Käserei hinweist. Wir fahren hin, werden freundlich empfangen, dürfen gleich Käse probieren, ebenso den Wein, der hier anscheinend als Hauswein entsteht, auch eine Art Balsamico, und dann noch einen Likör, der an einen Magenbitter erinnert.

An einer Wand hängen noch Schinken und Würste. In der Kühlkammer eine Menge Käse in unterschiedlichsten Reifegraden. Verarbeitet wird Milch von Schafen, Ziegen und Kühen, mal „rein“, mal gemischt; vor allem entstehen Provolone und Pecorino.

Während wir beobachten und probieren kommt ein älteres italienisches Paar, das einen ziemlich umfassenden Einkauf macht. Der ältere Herr lässt sich einen ganzen, nach Pecorino aussehenden Käse geben, so ein 2 bis 3 kg Mini-Rad. Er zeigt ihn mir – ich staune nicht schlecht. Vor langem hatte ich von einem sardischen Käse gelesen, der mit Maden geimpft wird, aber außerhalb Sardiniens nicht mehr verkauft werden darf. Und dieser vor mir liegende Käse hatte in der Mitte ein großes Loch, in dem es nur so vor Maden wimmelte. Nicht sonderlich appetitlich. Der ältere Herr zeigte mir mit vielen Gesten, wie lecker dieser Käse sei, auch die Manneskraft steigern würde. Eigentlich wollte ich mich auf ein Foto beschränken. Aber plötzlich stand er vor mir, mit zwei Löffeln. Er schabte eine Käsemasse aus dem Maden-Loch. Ein Löffel genüßlich in seinen Mund, einen vor meinem. Hinein damit. Ein extremer Stinker … – wenn man nur nicht um die Tierlein wüsste …

Zum Käsegeschmack: Man nehme ganz alten Ziegenkäse, oder einen uralten norwegischen Geitost, und lasse einen Rotschimmelkäse extrem altern – das alles zusammen, das kommt etwa hin. Oder die Nase rein in Wanderschuhe, die tagelang getragen wurden und der Träger der Schuhe keine Gelegenheit hatte, die Füße zu waschen … Also: Ein richtiger intensiver Stinker … Konsistenz: zunächst mürbe-bröselig, und ganz schnell drauf doch ein klein wenig cremig. Aber lange habe ich das nicht genossen. Da ging die Devise eher: Runter damit!

Zurück geht es in die Stadt. Auto abgeben. Noch ein kleiner Spaziergang – und einen kräftigen Espresso. Musste sein.

Dann zum Schiff, weiter in Richtung Süden.

Bei uns geht es dann weiter nach Sorrent, an die Amalfi-Küste.

Bis zum nächsten Bericht dann beste Grüße
Lydia Häufele und Bernd Jans

 

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