Phoenixreisen: MS Anna Katharina

Eine Schiffsbesichtigung

Ein ziemlich regnerischer Sonntag-Nachmittag. Mit etwa zwanzig Gästen ging es zur Besichtigung des neuesten Flusskreuzfahrtschiffes von Phoenix nach Köln: Auf die MS Anna Katharina, ein komfortables, modernes Schiff; im Juni 2019 war die Schiffstaufe.

Treffpunkt für unsere Schiffsbesichtigung: Am Steiger 1, in Köln Deutz. Das Schiff war zunächst nicht zu entdecken, versteckte es sich doch aufgrund des niedrigen Wasserstandes des Rheins hinter der Böschung und der Hafenmauer. Ein kurzer Spaziergang – und schon hatte man vollen Blick auf den Bug des Schiffes, von vorne gleich zu sehen die Panoramalounge mit einem windgeschützten Außenbereich, oben auf dem vorderen Sonnendeck eine kleine Bar mit Sesseln und Sofas, zentral im Blickfeld das Steuerhaus.

Das Wetter: Wenig begeisternd, der Himmel voller Wolken; es ist windig und regnerisch. Einige wollen einfach einmal ein modernes, neues Flusskreuzfahrtschiff sehen. Andere sind echt gespannt, wollen sie doch an unserer Reise ins Donaudelta im Juni 2020 teilnehmen. Diejenigen, die schon gebucht haben freuen sich nun, ihre Kabine und ihr Schiff im Vorab in Augenschein nehmen zu können. Für unsere Erkundung werden wir das Schiff eine gute Stunde ganz allein für uns haben, Passagiere sind nicht an Bord. Sonntag ist Belegwechsel; diesen Morgen sind alle ausgestiegen, ab 14.00 Uhr werden die nächsten Passagiere einsteigen.

Von der Panoramalounge aus, in der wir zusammen sitzen, hat man sicherlich auf Fahrt eine herrliche Rundumsicht – jetzt ist es leider nur der Hafen rundum. Die Ausstattung: hell, modern, bequem, mitten in der Lounge eine kleine Tanzfläche, daneben ein Flügel, vorne eine Bar. An der Seite ist ein kleines Buffet mit lecker ausschauenden Häppchen, Kuchen, Kaffee und Tee aufgebaut – wir gehen davon aus, dass dies für die Passagiere gedacht ist, die am in Kürze an Bord kommen. Aber es handelt sich um die angenehme kleine Überraschung für uns – wir werden mit einem Gruß aus der Küche eingeladen, können ein paar Kleinigkeiten aus der vielfach gelobten Küche genießen, plaudern etwas und lassen uns ein wenig einstimmen auf das typische Schiffsfeeling.

Nach dieser ersten Einstimmung werden wir von Frau Holler, der Bordreiseleiterin von Phoenix, begrüßt. Vor dem Schiffsrundgang erklärt sie einiges zum Schiff – und stellt uns kurz den Kapitän und den Hoteldirektor vor. Der Kapitän ist mit 27 Jahren der jüngste Kapitän auf dem Rhein und fährt das neueste Schiff – und hat tatsächlich vor 27 Jahren den Rhein erstmals erlebt, da er auf einem Rheinschiff geboren wurde. Die andere „gute Seele“ des Schiffes ist der Hoteldirektor Rudi. Von ihm heißt es, dass er immer dafür sorgt, dass es den Gästen an gar nichts mangelt – und sei es beim Frühstück die gewünschte Leberwurst, die er, wenn es irgendwie geht, bei Bedarf noch schnell mit dem Fahrrad besorgt. Beide kommen aus Holland – und das bürgt dafür, dass sie unterhaltsam sind und auch für gute Stimmung an Bord sorgen.

Mit Frau Holler geht es los, die MS Anna Katharina zu besichtigen. So sympathisch wie sie durchs Schiff führt merkt man direkt, wie sehr sie selbst von diesem überzeugt und mit ihm gerne unterwegs ist. Wir starten im großzügigen Foyer, das über drei Etagen geht, mit Rezeption, Ausflugsschalter, Boutique, Aufzug und Treppenhaus. Es geht eine Treppe hinauf auf das oberste Passagierdeck.

Alle Kabinen, die hier liegen, haben einen sogenannten französischen Balkon. Auf diesem Schiff bedeutet dies eine zimmerbreite, komplett verglaste Fensterfront zum Wasser hin, die mittels Schiebetüren zu zweit Dritteln geöffnet werden kann.

Die Kabinen sind ausreichend groß, sind hell und freundlich eingerichtet, verfügen nicht nur über ein Doppelbett, sondern auch über ein Tischchen und zwei kleine Sessel, so dass auch tagsüber der Aufenthalt in der Kabine bequem ist. Stauraum gibt es ausreichend; zur Ausstattung zählen auch ein großer Flachbildschirm, Minibar, Safe und – sehr angenehm – eine Kaffeemaschine.

Angenehm groß ist das Badezimmer, endlich auch einmal auf einem Schiff eine größere Dusche; modern und stylisch die Ausstattung, ein tolles und auch brauchbares Waschbecken, dazu viel Stauraum für alle Döschen, Tuben und Tiegel. Vier Kabinen sind etwas größer, sind dann die Suiten.

Bevor wir nachher das Hauptrestaurant sehen werden, kommen wir auf diesem Deck am Heck des Schiffes zunächst beim besonderen Restaurant an – dem Spezialitätenrestaurant, in dem man ohne Aufpreis einmal pro Woche „auswärts“ essen gehen kann. Ein kleines feines Restaurant in Aussichtslage, mit einem kleinen Außenbereich, auf der Karte Steak, Fisch und viele Köstlichkeiten, als mehrgängiges Menü zu genießen. Wir haben bei unserer Besichtigung einen traumhaften Blick auf den Kölner Dom, auf der anderen Uferseite.

Auf dem darunter liegenden Deck geht es zurück zum Bug; die Kabinen sind dieselben wir eine Etage höher. Vorne geht es eine halbe Etage nach unten, ins Restaurant – über uns liegt die Panoramalounge.

Das Restaurant zeigt sich wieder sehr hell und freundlich, auf das durchgehende Einrichtungskonzept des Schiffes abgestimmt. Alles wirkt recht großzügig, mit ziemlich viel Platz zwischen Tischen und Stühlen; der Raum ist optisch gut gegliedert. Hier kann von 6.30 Uhr bis 10.00 Uhr gefrühstückt werden – angeboten wird ein umfangreiches Buffet, ergänzt mit einigen Servicestationen zum Beispiel für frisch zubereitete Eierspeisen. Mittags und abends lockt ein ausgezeichnetes 5-Gänge-Menü mit vielen Wahlmöglichkeiten; Salate können an einem Buffet ausgewählt werden, alles andere wird am Tisch serviert. Wer einfach nur einmal eine Kleinigkeit essen möchte, für den gibt es mittags ein kleines Buffet als „Lightlunch“ im Salon. Der Koch an Bord soll sterneverdächtig sein und eine von den Gästen hoch gelobte Küche anbieten.

Eine halbe Etage tiefer, auf dem untersten Deck, befinden sich noch einige weitere Gästekabinen. In der Ausstattung entsprechen sie denjenigen auf den beiden oberen Etagen. Allerdings gibt es nur kleinere Fenster in Stehhöhe, die nicht geöffnet werden können – dafür mit schönster Aussicht auf das Spiel der Wellen, vorbeiziehende Entchen und Schwäne oder direkt auf das Ufer. Auf dieser Ebene befinden sich auch ein kleiner Fitnessraum un eine kleine überschaubare Wellnessanlage mit Sauna und Dampfbad – diese kann man exklusiv als Paar, kleine Gruppe oder Einzelreisende/r nutzen.

Ein Flusskreuzfahrtschiff ist überschaubar groß, gerade mal 135 Meter lang und etwas mehr als 11 Meter breit. Platz gibt es für 180 Passagiere; meist sind etwas weniger an Bord, da es viele Einzelreisende gibt; dazu kommen 40 Crew-Mitglieder. Im Inneren gibt es drei Decks, dazu kommt das Sonnendeck – dieses natürlich trotz kleinem Schiff bezogen auf die Passagierzahl äußerst großzügig bemessen.

Schon bei unserer Anreise fiel uns dieses Sonnendeck angenehm ins Auge, obwohl wir uns nicht viel Zeit nehmen konnten, denn es regnete in Strömen. Der Bodenbelag zweifarbig unterteilt in eine Geh- und eine Sitz- und Liegefläche, mit kleinem Puttinggreen und Minipool, schöner Bestuhlung und ausreichend Liegestühlen, an der Seite ein Depot mit Leihfahrrädern für Ausflüge. Am Bug sind originelle Rundbänke verbaut, mit optimalem Blick nach vorne. Eine kleine Bar für Erfrischungen, sonst eher selten, steht im vorderen Teil des Sonnendecks zur Verfügung. Alles auf diesem Deck ist schnell ab- und umbaubar. Auch das Steuerhaus des Kapitäns lässt sich so weit versenken, dass ihm gerade noch ein Ausblick nach Vorne verbleibt – Brückenhöhen und Wasserstände würden sonst viele Fahrten verhindern.

Ein schönes Schiff, die MS Anna Katharina. Das zeigen auch die Rückmeldungen zum Schiff, durchwegs sehr positiv. Diejenigen, die schon die Reise mit uns mit der MS Anna Katharina ins Donaudelta gebucht haben, können sich jetzt noch mehr auf die Reise freuen – diejenigen, die noch überlegen mit dabei zu sein, haben jetzt noch einen Grund mehr, mit zu fahren. Und alle anderen können sich darüber freuen, ein schönes modernes Flusskreuzfahrtschiff kennen gelernt zu haben.

Aus unserer Sicht ist das Schiff gut ausbalanciert. Es ist alles vorhanden, was man für eine komfortable Flusskreuzfahrt benötigt – und es wurde auf allen überflüssigen „Schnick-Schnack“, auf unnötige Extras oder überfrachtete Ausstattung verzichtet. Die Ausstattung ist qualitativ sehr hochwertig, zweckmäßig und freundlich, hell und großzügig, modern und doch bequem. Wie immer bei Phoenix sollen die Gäste sich auf dem Schiff Zuhause fühlen – und das heißt trotz modernem Schiff, dass die bequeme Reise nicht dem Design geopfert wurde, wie das bei neuen Flusskreuzfahrtschiffen oft zu sehen ist.

Und den größten Pluspunkt gibt es bei Phoenix wie immer für das Personal – obwohl wir nur kurz an Bord waren: Für die freundlichen Matrosen, die gerade am Deck arbeiteten und uns beim Einstieg ins Schiff begrüßten; für die Kreuzfahrtleiterin, die uns – obwohl wir viel zu früh ankamen – gleich an Bord bat, uns begrüßte, mit vielen Informationen versorgte und uns vor allem kompetent und freundlich durchs Schiff führte; für den Kapitän und den Hoteldirektor, die uns kurz „Guten Tag“ sagten; für die für uns nicht sichtbaren „Küchengeister“, die uns mit Häppchen versorgten; für die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in der Phoenix-Zentrale in Bonn, die für uns so unkompliziert und freundlich eine Schiffsbesichtigung ermöglichten. Nicht zu vergessen: Das Dankeschön an Phoenix – für die Möglichkeit, das Schiff zu besichtigen und die tolle Gastfreundschaft.

Nach unserer Schiffsbesichtigung schlenderten wir noch eine bisschen durch Köln-Deutz und machten noch einen ausgiebigen Plausch im Kaffee Heimisch – ein sehr empfehlenswertes, uriges Kaffee mit „Studentencharme“ und sehr leckerem Kuchen. Ein schöner Sonntag in Köln – und es wird sicherlich eine schöne Reise ins Donaudelta, mit der MS Anna Katharina.

Wer mehr zu dieser Reise ins Donaudelta wissen möchte, findet viele Informationen hier.

Wir freuen uns über alle, die mit dabei sind!

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