Mayschoß – Frühling am Rotwein-Wanderweg

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Ein Spaziergang im Ahrtal

Strahlender Sonnenschein im Ahrtal. Ziemlich früh am morgen beschließen wir, einen Ausflug zu machen, nach Mayschoß, dem kleinen Weinort ziemlich weit hinten im Tal. Dort wird die Sonne regelrecht hinein prasseln in die steilen Schieferterrassen. Geplant ist ein Spaziergang auf einem der schönsten Abschnitte des Rotwein-Wanderweges.

Es ist Corona-Zeit, und an einem Wochentag und früh am Morgen sind in den Weinbergen noch nicht so viele Menschen unterwegs; wir erlauben uns diesen Ausflug mit Spaziergang, obwohl wir insgesamt sehr vorsichtig sind. Los geht es in Bad Neuenahr, wo das Tal noch relativ breit ist. Wir fahren hinein ins schmaler werdende Tal, in dem sich die Ahr zwischen den Weinbergen hindurchschlängelt, in Richtung Mayschoß.

Unterwegs geht es noch vorbei an der „Bunten Kuh“, einer Felsnase, die im 19. Jahrhundert entstand, als die Straße durch’s Tal in den Fels gesprengt wurde.

Wie es zu diesem Namen kam, dazu gibt es viele Erklärungen und Legenden, zum Beispiel, dass der Fels die Form eines Kuhkopfes habe, oder dass hier eine Kuh in die Tiefe gestürzt sei, oder etwas amüsanter die Geschichte mit den französische Soldaten, die den Ahrwein aus diesem Gebiet mit „C’est bon de gout“ lobten, was in Walporzheim als „bunte Kuh“ verstanden wurde. Auf jeden Fall kann der Wein von „rund um die bunte Kuh“ im Weinhaus „Bunte Kuh“ probiert werden, das idyllisch direkt am steilen Fels liegt.

Vorbei geht es an der Klosterruine Marienthal, dann am Weinort Dernau. Hier weitet sich das Tal etwas aus. Die rund um den Ort liegenden Weinberge haben nur noch wenig vom typischen Ahrtalcharakter; die Weinbergmauern aus Schiefer, die auch hier die Hänge einmal prägten, sind der Flurbereinigung vor einigen Jahrzehnten zum Opfer gefallen.

Die Hänge sind befestigt, es stehen selbst in steileren Lagen lange gerade Reihen mit Rebstöcken. Alles ist so gestaltet, dass es gut mit Maschinen bearbeitbar ist.

Auf der halben Strecke zum nächsten großen Ort, Mayschoß, ändert sich die Szenerie. Relativ schnell gesellen sich zu diesen wohl geordneten Rebstockfeldern die für die Ahr so typischen eher wilden Terrassen. Die Lagen sind ähnlich steil, aber die vielen durch Weinbergmauern gebildeten Stufen weisen darauf hin, dass die zuvor gesehenen bereinigten Hänge nur durch einen äußerst stabilen Unterbau gehalten werden können.

Kurz vor Mayschoß gibt es dann Steillagen, bei denen man staunt, dass sie überhaupt noch begangen und bewirtschaftet werden können. Hier wachsen die Trauben heran, aus denen später die wirklich guten Weine entstehen.

Zwischen den Weinbergen schlängelt sich die Ahr durch das schmale Tal. Links der Hauptstraße fließt die Ahr, rechts liegt nach kurzer Fahrstrecke der Weinort Mayschoß. Enge Seitenstraßen führen in den Ort hinein; dicht stehen entlang der schmalen Straße die kleinen alten Winzerhöfe und belegen so, dass hier schon seit langem Wein angebaut wird. Im Ortskern stehen nur wenige modernere Gebäude, aber diese moderneren Bauten scheinen weitgehend aus den 50er- und 60er-Jahren des letzten Jahrhunderts zu stammen; „wirkliche“ Neubauten stehen eher am Ortsrand. Kurz hinter dem Ortseingang kommt bald der Festplatz, auf dem die Weinfeste stattfinden, im Frühjahr das Weinblütenfest, und den ganzen Herbst über nach der Ernte an den Wochenenden das traditionelle Weinfest. Hier parken jetzt Autos, darüber blühen die Kastanien.

Eine der kleinen Straßen führt nicht nur in den Ort hinein, sondern weiter den Berg hinauf, zum Rotwein-Wanderweg. Es geht vorbei an alten Winzerhöfen, ziemlich weit oben dann an der Ortskirche, natürlich ein massiver Natursteinbau. Noch ein wenig weiter führt uns der befahrbare Weinbergweg, bis hinauf zu einem etwas außerhalb liegenden Aussiedlerwinzerhof.

Hier oben in den Weinbergen verläuft der Rotwein-Wanderweg, meist in herrlicher Aussichtslage hoch über dem Tal. Wer hier unterwegs ist, hat schönsten Blick in die Weinberge, hinunter ins Tal zur Ahr und den Dörfern, oder hinüber auf die andere, meist bewaldete Nordseite. Auch auf dieser Sonnenseite des Ahrtals geht es manchmal ein wenig durch den Wald, immer dann, wenn in einer Fluss-Schleife ein Stück Nordhang zu überwinden ist. Wir haben uns nur ein kleines Stück des Weges vorgenommen, hier bei Mayschoß. Insgesamt ist der Wanderweg ja über 35 Kilometer lang und verläuft durch das ganze Ahrtal, soweit es dort Weinbau gibt.

Direkt bei dem am Ortende liegenden Michalishof führt der Rotwein-Wanderweg vorbei. Wir parken. Gleich wird es los gehen, in Richtung der besonderen Steillagen der Ahr. Auffallend ist aber zunächst, dass auch um Mayschoß herum die Flurbereinigung „zugeschlagen“ hat. Die Weinberge sehen sehr geordnet und strukturiert aus.

So starten wir unseren Spaziergang bereits mitten in den Weinbergen auf dem Wanderweg, der zugleich der Wirtschaftsweg ist, auf dem die Winzer ihre Parzellen erreichen können. An den Rebstöcken sind die ersten Austriebe und Blütenknospen zu sehen. Schon in etwa zwei Monaten werden auch Laien erkennen können, um welche Rebsorte es sich jeweils handelt.

Hier wachsen vor allem Spätburgunder, Frühburgunder, Portugieser, Dornfelder, Weißburgunder und Riesling – auf etwa 160 Hektar wird in Mayschoß Wein angebaut, zu etwa 80 % sind es Rotweine. Und kaum zu glauben ist, dass es in gut vier Monaten schon wieder so weit ist, dass in den Hängen geerntet wird. Um uns herum liegen Weinberge mit so klangvollen Namen wie Laacherberg, Burgberg oder Schieferlay und die Spitzenlage von Mayschoß, der Mönchberg.

Noch hat sich aber der Blätterwald nicht entwickelt. Die Pflanzreihen sind gut erkennbar samt den Befestigungen der Rebstöcke an Pflöcken und Drähten. Überall an diesen Drähten sieht man die Pheromonfallen hängen, die gegen den Traubenwickler, einen gefürchteten Schädling, helfen.

Auffallend unterschiedlich sind die Formen, in denen die Zweige der Reben gebunden sind, an denen diese einmal tragen sollen. Häufig sind es zwei Zweige, gebunden wie ein „V“, dann sind es Zweige, die herzförmig oder nierenförmig gebogen und befestigt sind. Häufig sind auch Rebstöcke zu sehen, die breit zwei Zweige wie Arme ausstrecken, wie ein „T“. Man sieht Reben, die wie Pfosten im Weinberg stehen, seltener sind es niedrigere Stöcke, bei denen einzelne Zweige geradezu vom Stamm wegweisen.

So werden die Rebstöcke „erzogen“. So ein wenig gibt es dafür regionale Gepflogenheiten, aber auch innerhalb der Weinbauregionen eher Vielfalt. Und ansonsten ist es wie es immer: Diejenigen, die erziehen, in diesem Falle die Winzer, glauben daran, dass ihre Erziehungsmethode diejenige iBst, die das beste Ergebnis bringen wird, in diesem Falle den besten Wein.

Die Rebstöcke in den steileren Hängen stehen auf Schiefer. Zwischen den Reihen liegt Schieferschotter, zum Teil durchmengt mit trockenem Rebschnitt. Ist das Gelände flacher, wird der Untergrund grüner. Richtig auffallend sind die Parzellen, die ökologisch bewirtschaftet werden, nicht nur erkennbar an den manchmal aufgestellten „Bio“-Schildern. Hier sieht man in den flacheren Lagen einen Bewuchs, der an Wiesen mit einer bunten Vielfalt erinnert. Aktuell ist es vor allem der Löwenzahn, in seiner verblühten Form als „Pusteblume“.

Schnell führt der Weg hinein in die Steilhänge. Vor allem zur Talseite fällt das Gelände sehr steil hinab bis zur Ahr. Die Reben stehen in den Abhängen, die häufig mit Schiefermauern gestützt und gegliedert sind. Immer wieder führt unser Weg nicht nur durch Aussichtslagen, sondern auch durch schmale Einschnitte zwischen den Schieferfelsen hindurch.

Die eng stehenden Felsen, die manchmal in die kleinen Schluchten hineinscheinende Sonne, die in der Ferne in der Sonne liegenden Weinberge und über uns der blaue Himmel bieten herrliche Farb- und Schattenspiele.

Die Natur zeigt sich noch in Grundfarbe braun. Das frische Grün an den Rebstöcken und den Wiesenflächen und vor allem der intensiv gelb blühende Ginster setzen Akzente in der Landschaft.

Immer wieder ragen kleine Schieferberge und regelrechte Klippen über die Landschaft. Gut sichtbar sind die Erdverschiebungen; die Schieferplatten sind mal waagrecht, manchmal gar senkrecht gestellt. Dazwischen liegen steile Parzellen, auf denen oft nur wenige Rebstöcke stehen, aber immer bei ziemlich optimaler Sonneneinstrahlung.

Kein Wunder, dass es hier mit die besten Ahrweine gibt; die Schieferböden sorgen für den besonderen Charakter des Weines, durch die Mineralien ebenso wie dadurch, dass sie sich als optimaler Wärmespeicher für die Rebstöcke zeigen.

Die Schieferblöcke und Schieferplatten, aus denen die Weinbergmauern gefügt sind, sind mit ihrem Farben- und Musterspiel in allen erdenklichen schwarz, grau, braun und gold- und silberglänzenden Farbtönen allesamt kleine Kunstwerke.

Erst recht vermitteln die Weinbergmauern selbst diesen Eindruck durch die Schichtung unterschiedlichster Steine, die jetzt auch noch in der Sonne glänzen. Dazwischen zeigen sich immer wieder im Mauerwerk integrierte zum Teil riesige Schieferblöcke, die Senkrecht stehen wie Wände.

Unten im Tal schlängelt sich die Ahr in vielen Windungen. Im kleinen Talkessel ist der Weinort Mayschoß gut zu sehen. Und auf der anderen Seite des Tales sieht man eines der schönsten Aussichtsplätzchen im Ahrtal, die Saffenburg, die älteste Burganlage im Ahrtal, deren Existenz bereits im 11. Jahrhundert erwähnt wird. Eigentlich müsste man anstatt von „Burg“ lieber von „Ruine“ sprechen, denn von der ehemals monumentale Burganlage stehen nur noch Überreste. Die Burg hatte einst eine Länge von 260 Metern und Breite von 80 Metern; sie wurde schon vor mehr als 300 Jahren geschleift, es stehen nur noch die allerdings immer noch ziemlich beeindruckenden Burgmauern. Auch die Saffenburg ist ein beliebtes Wanderziel, mit einer Schutzhütte, die an einigen Wochenenden im Mai, September und Oktober bewirtschaftet wird.

Weit oben über dem Fluss führt der Rotweinwanderweg durch die Weinberge. Wir sind unterwegs auf einer der schönsten Aussichtsstrecken, die das Tal bietet. Jetzt im Frühjahr sieht alles noch ein wenig kahl aus, schon in Kürze wird man hier eine intensiv grüne Landschaft sehen, und noch ein paar Monate weiter wird dann die bunteste Jahreszeit im Ahrtal anbrechen, wenn bei all den Reben ihre Blätter in unterschiedlichsten Farbtönen leuchten, gelb, grün, braun, golden und rot, viele scheckig und gefleckt.

Nach einer längeren Strecke drehen wir um, gehen den Weg zurück nach Mayschoß. Wie immer geht der Rückweg schneller, da vieles schon auf dem Hinweg entdeckt und bestaunt wurde. Aber doch ist es wie immer auch so, dass eine Strecke in eine andere Richtung gegangen wieder viele neue und auch überraschende neue Entdeckungen und Perspektiven bringt.

Irgendwie hat man den Eindruck, dass der Ginster in den Weinbergen jetzt noch mehr goldgelb in der Sonne strahlt. Schon auf unserem Weg aus Mayschoß heraus haben wir auf einem Aussichtspunkt die Mayschoß-Tür gesehen. Aber jetzt sind wir in der richtigen Richtung unterwegs – eine geöffnete Tür begrüßt uns auf unserem Weg zum Ort.

Es geht weiter, den Hang hinunter, zum Auto. Links unter uns liegt die kleine Ortschaft. Auf dem Weg durch den Ort gibt es oben im Dorf noch einen kurzen Stopp bei einer kleinen Metzgerei, die hier noch „überlebt“ hat; in der Metzgerei Wieland gibt es noch hausgemachte Wurst und Schinken, lecker, schmeckt so wie beste Qualität von „damals“. Fast täglich gibt’s da auch frische Fleischwurst aus dem Kessel; wer zur richtigen Zeit kommt, erwischt ein frisch gebrühtes noch heißes Stück davon. Aber auch der hausgemachte gekochte Schinken ist ausgesprochen lecker.

Die Hauptstraße in Mayschoß führt direkt entlang der Ahr. Überraschend haben sich in dem kleinen Ort eine weitere kleine Bäckerei (hier gibt es einige Spezialitäten mit Bezug zum Ahrtal) und eine Metzgerei (die sich neben einem handwerklichen, traditionellen, qualitativ sehr guten Angebot auf Wild spezialisiert hat) gehalten. Beide liegen direkt an der Hauptstraße, die hier bezeichnenderweise Ahr-Rotweinstraße heißt. Zur Bäckerei Wido Ockenfels gehört ein kleines Cafè; hier gibt’s leckere Kuchen und man kann einige Spezialitäten mit Bezug zum Ahrtal probieren.

Für diejenigen, die Qualität und traditionelle Herstellung lieben, ist ein Einkauf in der Metzgerei Damian unverzichtbar. Hier gibt es Wurst und Schinken, hervorragend im Geschmack und so gemacht, wie man dies selten findet. Die Schinken schmecken nicht einfach nach getrocknetem salzigen Fleisch – sie haben ein Aroma, so wie es sein soll. Die Brühwürste sind keine wässerigen und gefärbten Glibberteile – bei Damian haben sie Geschmack; bei Damian wird anscheinend die Wurstmasse nicht nur einfach endlos lang mit viel Eis durch einen Cutter gejagt, sondern es wird ordentlich Fleisch reingepackt, gewürzt und das Gerät rechtzeitig gestoppt, so dass Struktur und Konsistenz entstehen, was den Geschmack intensiver und vielfältiger macht. Selbst die „einfacheren“ Würste wie Leberwurst, Blutwurst oder Sülzwurst sind so verarbeitet und abgeschmeckt, dass sie mehr wie qualitativ anspruchsvolle französische oder belgische Pasteten schmecken.

Spezialisiert ist Damian auf Wild aus eigener Jagd – und so gibt es intensiver schmeckende Würste, Wildschinken oder auch Spezialitäten wie Wild-Fleischkäse, grob mit Fleischstücken. Die Optik ist ein wenig gewöhnungsbedürftig – man sieht noch einigermaßen gut, was da mit reingekommen ist. Aber wer diesen einmal gegessen hat, vergisst gerne, was es sonst an Fleischkäse so zu kaufen gibt. Es gibt gar eine Wild-Chorizo – die hat eher den Durchmesser einer Salami, hat auch Struktur und Biss, und ist nicht einfach scharf, sondern schmackhaft. Noch zum Thema Fleisch: Auch da ist einiges zu haben. Wir haben ein kleines Stück Rehrücken gekauft; das war schon in der Auslage ziemlich sorgfältig zugeschnitten und geputzt, wurde aber trotzdem noch einmal „nachgebessert“, bevor es auf die Waage ging. Sorgfältiger geht’s kaum. Da geht man gerne wieder hin um einzukaufen, um wieder etwas auszuprobieren.

Leider hat zeigt sich sonst auch in Mayschoß dieselbe Situation wie in vielen anderen Ortschaften: Viele der kleinen Geschäfte sind dauerhaft geschlossen, ob Bäckereien, Lebensmittelläden oder was auch immer wohl hinter den inzwischen öden, manchmal mit spärlicher Dekoration versehenen Fensterscheiben einmal angeboten wurde. Überlebt hat so ziemlich all das, was mit Wein zu tun hat; häufig sieht man Schilder, die auf Weinverkauf und Weinverkostung hinweisen.

Auf der anderen Seite der Ahr ragt hier steil der Fels in die Höhe, auf dem die Saffenburg steht. In steilsten Lagen sind hier noch Rebstöcke zu sehen.

Und am Ortsende befindet sich die älteste Winzergenossenschaft Deutschlands, gegründet bereits 1868, die hervorragende Weine keltert, die immer wieder die höchsten Auszeichnungen erhalten.

Es sind vor allem die Spätburgunderweine, für die die Winzergenossenschaft bekannt ist, und zu den prämierten Tropfen gehört auch die „Edition Saffenburg“. Im historischen Gebäude der Genossenschaft kann man probieren, kaufen und auch die alten Keller besichtigen.

Bei Damian, der Metzgerei, geht es von der Hauptstraße noch ab in einen kleinen Talkessel hinein, in dem ein weiterer kleiner Ortsbereich liegt.

Oben in den Hängen sieht man auf den Wirtschaftswegen Weinbergtraktoren stehen; zwischen den Rebstockreihen wird vielerorts gearbeitet. Dort, wo die Straßen nicht mehr weiterführen, liegt noch eines der renommierten Ahrweingüter, der Deutzerhof, der als Mitglied des Verbands Deutscher Qualitätsweingüter VDP zu den 100 besten Weingütern Deutschlands zählt. Angebaut wird auch der seltene, für die Ahr typische Frühburgunder. Der Deutzerhof hat sich beim Ausbau dieser Rebsorte besonders hervorgetan – dieses Jahr gab es beim deutschlandweiten „LagenCup Rotwein 2020“ die Auszeichnung „Rebsortensieger Frühburgunder“ für das Weingut. Geerntet wurde für diesen Wein in der Mayschoßer Spitzenlage „Mönchberg“.

Wer hier im Tal spazieren geht, staunt wieder, wie unterschiedlich und kreativ die Zweige der Reben gebunden werden können. Auch die Stöcke haben unglaubliche Formen. Einjeder hat seinen individuellen „Fuß“, verdreht und verknubbelt; die einen stehen stramm, andere verbeugen sich. Wo sie jedes Jahr beschnitten werden, haben die älteren Stöcke regelrechte Köpfe entwickelt, die manchmal so etwas wie Gesichter haben, mit Augen, dort, wo Triebe geschnitten wurden. Und oben auf stehen wie kreative Frisuren die neuen Austriebe.

Überall hat man den Eindruck, dass es auf jeden Quadratmeter ankommt, auf dem Wein angebaut werden kann. Im Ortskern sind schon die eng beieinander stehenden Gebäude aufgefallen. Hier, im etwas weitläufigeren Außenbereich, stehen zwar die Gebäude etwas mehr auseinander, aber zwischen den Wohnhäusern ist so ziemlich jeder Flecken mit Rebstöcken besetzt.

Etwas erstaunt ist man über die stattlichen, großen Kaltblüter-Pferde in einem Freiluftstall, der zwischen all den Reben steht. Ein in der Nähe stehender Planwagen verweist darauf, dass hier wohl Kutschfahrten gebucht werden können.

Ein schmaler Weg führt uns zurück zur Hauptstraße. Noch ein Blick auf die Winzergenossenschaft und das gegenüberliegende Restaurant, und dann geht es zurück nach Hause.

So endet ein Bericht, der etwas unüblich in der Reihe der Reiseberichte steht – es ist eben eher ein Ausflugsbericht. Die nächste Zeit wird es einige Berichte mehr aus unserer Region geben – entsprechend dem, was die aktuellen Corona-Regelungen eben ermöglichen.

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