Ahrtal und Sahrtal – in Farben

Ein kurzer Ausflug im Sonnenschein

Es ist Herbst, der Himmel gibt sich meist wolkenverhangen, und immer seltener blitzt die Sonne durch. Wie heute morgen – und für uns geht es somit schnell los, um die sich täglich verändernden Farbenspiele in den Weinbergen des Ahrtals wieder einmal anzusehen.

Es ist schon ein Schauspiel, was nicht nur die Laubbäume, sondern vor allem die Reben hier bieten. Richtige Bilder zaubern sie in die Hänge, je nach Rebsorte andere Farben. Noch ist die Grundfarbe grün, aber immer mehr schimmert es vor allem im Farbspektrum zwischen gelb und sattem braun.

Merklich setzen sich noch die wenigen Flächen ab, die rot eingefärbt sind. Im Sonnenlicht strahlen bereits goldgelb viele Flächen – es müsste der Riesling sein, der hier die Farbe liefert.

Besonders farbig und schön sind die Blätter des Spätburgunders mit ihrem bunten Muster, ein Farbspiel aus rot und gelb, immer wieder abgesetzt mit grün. Kontraste bieten in einem erstaunlich intensiven schwarzrot einige kleinere zwischenliegende Rebflächen.

Unser erster Halt ist bei Walporzheim, an der Weinmanufaktur, hinter der sich die Rebflächen in die Höhe ziehen. Oben in den Hängen sieht man einige Winzer an der Arbeit. Ein kurzer Weg hinein in die Reihen zwischen den Rebstöcken zeigt, dass alles ziemlich komplett abgeerntet ist; nur einige wenige kleine Nachzügler-Trauben sind zu sehen.

Etwas weiter ins Ahrtal hinein, das inzwischen enger geworden ist, steht rechts der Straße ein Hang in schönstem Sonnenlicht und zeigt wieder volle Farbenpracht.

Vor Mayschoß kommen dann die Steilhänge mit ihren schmalen Terrassen, auf denen die bunten Rebstöcke zusammen mit den Weinbergmauern und den Felsen ein kontrastreiches Bild abgeben.

Hoch über Mayschoß thront die Saffenburg, umrahmt von steilen Weinterrassen. Nach dem Ort wird das Tal noch schmaler; links der Straße verläuft die Ahr und windet sich in engen Schleifen um einige Felswände.

Oben in den Hängen ist immer wieder einmal der Rotweinwanderweg zu sehen.

Die Rebflächen zeigen Kontrastprogramm – zum einen die sehr strukturierten Flächen, die sich über die Flurbereinigungen vergangener Jahre ergeben haben, zum anderen noch die typischen, sehr kleinen Terrassen mit ihren Mauern. Über den Reben sind jetzt häufig blanke Felsen zu sehen.

In Altenahr endet schließlich der Weinbau. Für uns geht es weiter in ein Seitental hinein, in das Sahrbachtal – ein romantisches, kleines Tal, durch das der Sahrbach noch ziemlich frei durch eher schmale Wiesen mäandert, inmitten eines Gebietes, das vor allem durch bunt gemischte Laubwälder geprägt ist.

Der kleine Bach ist gesäumt von unterschiedlichem Bewuchs, wild und natürlich.

Irgendwann biegen wir auf eine noch kleinere Straße ab, nach Winnen. Es geht hoch hinauf auf die Anhöhen, mit Serpentinen, die eher an die Alpen erinnern. Lange genug gefahren kommen wir im Ort an, fahren noch ein Stück weiter nach Kirchsahr.

Es geht weiter durch Waldgebiete; an den Waldrändern sehen wir, dass Pilzzeit ist. Schade, dass wir uns damit nicht auskennen – bei der Menge an Pilzen müsste auch viel essbares und leckeres darunter sein.

Mittlerweile hat sich die Sonne wieder verabschiedet. Der Himmel ist dicht wolkenverhangen, und es wird langsam richtig windig.

Wir haben genügend Eindrücke gesammelt und starten auf den Rückweg.

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